Bio-Honig – was zeichnet ihn aus?

Honigspezialitäten in Bio-Qualität

Für uns beginnt die Qualität vor allem mit der Gesundheit der Bienen, denn nur wenn es den Bienen gut geht, sie vitale Königinnen haben, aus deren Nachkommen starke und gesunde Völker entstehen, können wir Honig mit hoher Qualität und Güte ernten.

Unsere Imker arbeiten nach folgenden Grundsätzen, die auch in den Bioland-Richtlinien aufgeführt sind:

 

  • Die Reinheit des Wachses ist Grundlage der Imkerei.
  • Die sorgfältige Auswahl der Trachtgebiete und Trachtpflanzen.
  • Ein respektvoller und artgerechter Umgang mit den Bienen. Eigene Königinnenzucht.
  • Die Auswahl von natürlichen Materialien zum Beutenbau sowie schadstofffreie Anstrichfarben.
  • Lebensmittelechtes Material und Geräte bei der Ernte und Verarbeitung.
  • Eine vorbeugende Krankheitsvorsorge.
  • Kein Einsatz von chemisch-synthetischen Bienenarzneimitteln.
  • Konsequentes ökologisches Handeln.
  • Hohe Anforderungen an Qualität, Geschmack und
  • Naturbelassenheit.


Nur reife Honige aus verdeckelten Waben werden geerntet, sorgfältig kalt geschleudert, schonend und werterhaltend aufbereitet. Wir achten darauf, dass keine kleinen Wachspartikel den flüssigen Honig trüben können und dass kristalline Honige vor der Abfüllung langsam cremig gerührt werden. Erst dann werden sie behutsam abgefüllt und sicher verschlossen. 

Strenge Kontrollen für reine Qualität

Darüber hinaus überwachen und überprüfen wir in unserem Labor den Honig auf Einhaltung einwandfreier, analytischer Werte wie Wassergehalt, Enzymgehalt, HMF-Wert (Hydroxymethylfufural, ein Wert für die mögliche Wärmeschädigung des Honigs) sowie auf seine sensorischen Eigenschaften. Die Rückstandsfreiheit wird uns von einem externen, akkreditierten Labor bestätigt.

Süßes Gold – besser als Haushaltszucker

Die wertvollen Inhaltsstoffe

Honig bringt alle zur Verstoffwechselung nötigen Substanzen mit. Er belastet unseren Organismus nicht, sondern vitalisiert ihn. Die Hauptinhaltsstoffe im Honig sind Fruchtzucker (Fructose) und Traubenzucker (Glucose). Beides sind schnelle Energiespender, die leicht aufgenommen und sofort verwertet werden.

Die Beistoffe machen einen Anteil von ca. 3,2% aus. Als erstes sind in geringem Maße die Eiweiße (Proteine) mit ihren lebenswichtigen Bausteinen, den Aminosäuren, zu nennen:

z.B. Histidin, Phenylalanin und Lysin. Neben den Mineralstoffen und Spurenelementen wie Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Selen kommen im geringen Maße sogar Vitamine wie Vitamin C, Vitamin B1, B2 und Niacin vor.

Darüber hinaus enthält er natürliche Aromastoffe und organische Säuren, die den unverwechselbaren Duft und Geschmack prägen und ihm den eigenständigen Charakter geben. Erwähnenswert sind letztlich auch Enzyme, Hormone und Inhibine. Alles Stoffe, die schon in sehr geringen Mengen anregend wirken können.

Wie entsteht Honig - ein Geschenk der Natur

Echter Bienenhonig

Echter Honig entsteht aus dem Zusammenspiel von Pflanzen und Honigbienen. Er kann dabei in Blüten- und Honigtauhonig unterschieden werden. Als Grundlage für die Blütenhonige, wie z.B. Rapshonig, dient der liebliche Nektar aus den Blüten. Dagegen sammeln die Bienen für die Honigtauoder Waldhonige süße, dem Tau ähnliche Tröpfchen von den Blättern und Nadeln der Bäume.

Bereits auf dem Weg zurück zum Stock beginnt die wundersame Verwandlung zu Honig. Durch die Zugabe von bieneneigenen Enzymen wird der zuckersüße Pflanzensaft in Traubenund Fruchtzucker aufgespalten.

Im Bienenstock gibt die Flugbiene ihren Schatz an eine dort wartende Stockbiene weiter. Dem Nektar oder Honigtau wird nun immer mehr Wasser entzogen bis dass er bei ca. 18 % reif und unbegrenzt haltbar ist. Erst dann verdecken die Bienen die Waben und der Wintervorrat ist gesichert. Aufgrund des Eindickens reichern sich im Honig auch alle anderen wertvollen Inhaltsstoffe und die trachttypischen Aromastoffe an.

Bio-Imkerei – aktiver Umweltschutz

Bio-Imkerei ist aktiver Umweltschutz

Die Imkerei leistet einen sehr wichtigen Beitrag zum Erhalt der Natur und sorgt weltweit für eine große Pflanzenvielfalt in der jeweiligen Region.

Mehr als 80 % aller Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch die Bienen angewiesen. Auch der Ertrag von selbstfruchtbaren Pflanzen, wie z.B. Raps, steigert sich um 20 – 30 % durch die Bestäubungsleistung der Bienen. Allein der Wert an erzeugten Früchten und Saaten übersteigt den des Honigs um das zehnfache.

Unter den Insekten sind nur die Bienen bzw. die Wildbienen blütentreu, d.h. sie fliegen so lange zu der gleichen Art von Blüten, bis diese Nektarquelle ausgeschöpft ist. Erst danach suchen sie sich eine andere Blütenart.

Dem Raubbau begegnen

Wird ein Stück Land gerodet, so kann es nur für einen kurzen Zeitraum für die Viehzucht oder die Intensivkultur genutzt werden. Dagegen kann ein intakter Wald – auch an unzugänglichen Hängen – ein ganzes Leben für Honigertrag sorgen.

Anstelle von Holzeinschlag, Bodenschätzen oder landwirtschaftlicher Monokulturen fördern die Imker Pflanzen mit Heilwirkung und schützen das natürliche Gleichgewicht.

Wirtschaftsfaktor und Chance

Weltweit birgt die Imkerei eine große Chance für die Zukunft der Menschen, denn:

 

  • Sie kann helfen, die Landflucht zu verhindern.
  • Sie sichert den Menschen eine Existenz in einzigartigen Naturregionen.
  • Sie ist auch in Gebieten möglich, in denen eine normale landwirtschaftliche Nutzung mit Intensivkulturen ausgeschlossen ist. Jeder kann das Imkern lernen, auch ohne Vorbildung.

Fazit

Honig ist eines der ältesten, reinsten und wertvollsten Nahrungsmittel der Menschheit und wenn wir mit der Natur, statt gegen die Natur arbeiten, wird es auch so bleiben!